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  • Stellungnahme der Löwenfans gegen Rechts zur geplanten Verschärfung der Grünwalder-Stadionverordnung

    Mit der Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 00199 hat das Kreisverwaltungsreferat die Grünwalder-Stadionverordnung erneut überarbeitet und legt die Neufassung dem Stadtrat zur Entscheidung vor.

    Wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung unseren Vorschlag aus dem Juni letzten Jahres
    aufgegriffen hat und in der nun vorliegenden Sitzungsvorlage für den Stadtrat die sogenannte Hufeisentheorie aus der Stadionverordnung gestrichen hat. Auf weitere Kritikpunkte wurde leider nicht oder nur unzureichend eingegangen.

    Wegfall der „Risikospiele“ ist nur eine kosmetische Korrektur

    Die wichtigste Änderung ist wohl, dass das Wording „Risikospiele“ gestrichen wurde – allerdings sollen die Regelungen, die bislang nur für vorher bekannt gemachte „Risikospiele“ galten, nun unabhängig von der Risikoeinschätzung der Sicherheits-behörden für alle Partien gelten.

    Damit fallen beliebte Treffpunkte wie die Tegernseer Landstraße, der Grünspitz und der
    Candidplatz vier Stunden vor und zwei Stunden nach den Spielen unter die Verordnung, die bislang bei Nicht-Risikospielen nur innerhalb des Stadions galt. Somit sind auch Anwohner*innen und Passant*innen von der Verordnung betroffen, die die Spiele nicht besuchen. Dies trifft auch auf die Spiele der anderen beiden Mannschaften mit weit weniger Besucher*innen im Sechzgerstadion zu – hier sind die Leidtragenden vor allem die Anwohner*innen. Zwar schreibt das Kreisverwaltungsreferat, dass diese von der Verordnung ausgenommen seien – wie man diese aber von Stadionbesucher*-innen unterscheiden möchte, wird nicht ausgeführt.

    Dass das Wort „Risikospiele“ nicht mehr enthalten ist, ist also allenfalls eine kosmetische Korrektur. Da hilft es auch nichts, dass vorgebracht wird, es handele sich nicht um eine Verschärfung, da Regelungen und Umgriff auch bislang schon in der Verordnung gestanden hätten – nur um im nächsten Satz zugeben zu müssen, dass nun bei allen Herrenspielen im Grünwalder Stadion das Stadionumfeld miteinbezogen wird.

    Unklare Formulierungen ermöglichen willkürliche Bußgelder

    Auch schwammige Formulierungen wie zum Beispiel „Fanmarsch“ (Ab wie vielen Personen handelt es sich um einen „Fanmarsch“?) oder „Gegenstände oder Kleidung in einer Art und Weise zu nutzen, die geeignet und den Umständen nach darauf gerichtet ist, die Feststellung der Identität zu verhindern“ (Zählt ein bei Fußballspielen nicht unüblicher Fanschal oder ein in Pandemiezeiten unerlässlicher Mund-Nasen-Schutz dazu?) sind weiterhin enthalten.

    Dies führt dazu, dass Bußgelder verhängt werden können, sobald die Polizei der Ansicht ist, dass eine kleine Gruppe Fans auf dem Weg ins Stadion einen Fanmarsch bilden und eine*r davon vielleicht den Schal etwas zu weit über das Kinn gezogen hat.

    Zumindest bezüglich des Begriffs „Fanmarsch“ versucht sich das KVR an einer Definition. Diese trifft aber auf alle Heimspiele der Löwen zu – jedenfalls können wir uns an kein Spiel in den letzten Jahren erinnern, bei dem keine größere „Personengruppe in der Öffentlichkeit, wobei die innere Verbundenheit der Gruppierung durch Kleidung und / oder das entsprechende Verhalten, wie skandierende Rufe bzw. Gesang deutlich wird“ aufgetreten wäre.

    Dass „jede polizeiliche Maßnahme stets dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen muss“, klingt in den Ohren von Fußballfans angesichts der Erfahrungen mit der Polizei wie blanker Hohn.

    Mit Kanonen auf Spatzen

    Wir bleiben der Meinung: Die Sicherheitsbehörden haben durch die bestehenden gesetzlichen Regelungen ausreichend Befugnisse, die nicht durch eine kommunale Verordnung ausgeweitet werden müssen – hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

    Des Weiteren möchten wir daran erinnern, dass seit der Rückkehr der Löwen ins Grünwalder Stadion das Verhalten der Fans von vielen Seiten gelobt wurde – einschließlich Polizei und Stadtverwaltung. Umso erstaunlicher ist es für uns, dass es für notwendig erachtet wird, die Stadionverordnung in der vorgelegten Fassung beschließen zu lassen. Die Begründung mit (ohnehin strafrechtlich relevantem) Verhalten von Gästefans in einem Einzelfall und vier Fällen von ins Stadion eingebrachten Gegenständen, deren Inhalt man nicht kennt, ist mehr als dünn. Wie
    hier die Verhältnismäßigkeit gewahrt sein soll, ist für uns unverständlich.

    Das Argument, dass bauliche Maßnahmen an der Fröttmaninger Arena vor der Herren-EM im Juni 2021 Änderungen an der Grünwalder-Stadionverordnung notwendig machen, können wir ebenfalls nicht nachvollziehen.

    Wir laden daher die Stadtratsmitglieder ein, sich selbst ein Bild der Lage zu machen, sobald wieder Zuschauer*innen zugelassen sind. Somit können sie selbst bewerten, ob bei Fußballspielen halb Giesing ein „Risikogebiet“ ist, wie es die Vorlage suggeriert. Einige, die ohnehin regelmäßig die Spiele besuchen oder im Stadionumfeld wohnen, haben diese Frage bislang verneint.

    In diesem Zusammenhang möchten wir uns auch beim TSV 1860 und dem Fanprojekt München für ihre Unterstützung in den entsprechenden Gremien bedanken.

    Unsere Stellungnahme vom Juni 2020 kann unter https://wp.loewenfansgegenrechts.de/?p=1265 aufgerufen werden.

    Löwenfans gegen Rechts im April 2021

  • Stellungnahme der Löwenfans gegen Rechts zur geplanten Verschärfung der Grünwalder-Stadionverordnung

    Mit Ungläubigkeit haben wir die Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 00199 des Münchner Stadtrats (https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris … id=5887148), die unter anderem Änderungen der Grünwalder-Stadionverordnung behandelt, gelesen. Demnach sollen alle Spiele von Herrenmannschaften im Grünwalder Stadion zu Risikospielen erklärt werden.


    Einzelfall wird zur Regel gemacht

    Seit fast drei Jahren trägt die erste Mannschaft unserer Löwen ihre Heimspiele wieder in Giesing aus. Dabei kam es bei der überwiegenden Anzahl der Partien weder auf Seiten der Heim- noch der Gästefans zu ernstzunehmenden Problemen. Im Gegenteil wurde das Verhalten der Fans von Anwohner*innen, Politik und selbst von der Polizei mehrmals gelobt.

    In erster Linie stützt sich die Argumentation des Polizeipräsidiums, die vom Kreisverwaltungsreferat unreflektiert übernommen wird, dabei auf Vorfälle beim Gastspiel des Halleschen FC am 10. November 2018, wonach sich Gästefans daneben benommen haben sollen. Die Verfolgung der vermeintlichen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten war bzw. ist aber auch ohne eine Verschärfung der Verordnung möglich, nämlich auf Grundlage der einschlägigen Gesetze wie dem Strafgesetzbuch. Für uns ist es unverständlich, dass nun ein Einzelfall zur vermeintlichen Regel gemacht werden soll und so suggeriert wird, in Giesing könne man sich an Spieltagen nicht mehr aus dem Haus trauen.

    Außerdem erklärt die Polizei, dass die „Gaststätten und Örtlichkeiten im Umfeld“ des Stadion[s] bei jedem Spiel Relevanz“ haben und daher dort oftmals polizeiliche Maßnahmen notwendig seien. Dass der erste Halbsatz stimmt, kann an jedem Spieltag beobachtet werden. Dass deshalb aber öfter polizeiliche Maßnahmen notwendig sind, können wir nicht bestätigen. Vielmehr trinken die Leute gemütlich ein Getränk und unterhalten sich friedlich.


    Zeitliche Ausweitung nicht nachvollziehbar

    Neben der Erklärung aller Partien zu Risikospielen soll auch der zeitliche Rahmen ausgeweitet werden. Begründet wird dies mit dem Zünden eines Rauchtopfs nach dem Relegationsspiel gegen Saarbrücken. Es sollte auf der Hand liegen, dass der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte und die damit verbundenen Feierlichkeiten nicht alltäglich sind und daher nicht als Argument für eine Verschärfung der Verordnung dienen. Davon abgesehen können wir nicht nachvollziehen, dass ein einzelner, kontrolliert abgebrannter pyrotechnischer Gegenstand eine erhöhte Gefahr darstellt; vor allem da dies zu einem Zeitpunkt erfolgt ist, der auch bislang von der Verordnung abgedeckt war.


    Verbot des Durchreichens von Gegenständen nicht zielführend

    Als dritten Punkt sieht die Änderung vor, dass das Durchreichen oder Werfen von Gegenständen durch bzw. über den Zaun als Ordnungswidrigkeit zu behandeln ist. Begründet wird dies damit, dass vor dem Spiel gegen Kaiserslautern vergangenen September Fans beobachtet wurden, wie sie drei Kisten in das Stadion geworfen haben. Später wurde Pyrotechnik eingesetzt.

    Ein Zusammenhang lässt sich aber nicht belegen, wie selbst die Polizei zugeben muss. Davon abgesehen hätte das Mitführen von pyrotechnischen Gegenständen ohnehin geahndet werden können. Durch die Änderung wäre es künftig aber nicht mehr legal, dass Bekannten, die zu spät kommen, ihre Eintrittskarte durch den Zaun gereicht wird – eine völlig harmlose Praxis, die Spiel für Spiel stattfindet.


    Ausreichende Befugnisse der Sicherheitsbehörden vorhanden

    Wie bereits erwähnt sind polizeiliche Maßnahmen auch ohne die Einordnung als Risikospiel möglich. Sämtliche in der Sitzungsvorlage aufgeführten Beispiele hätten (und wurden) unabhängig von der Grünwalder-Stadionverordnung auf Grundlage von Gesetzen (wie z.B. das Polizeiaufgabengesetz, das Strafgesetzbuch, das Landesstraf- und Verordnungsgesetz) verfolgt werden können.

    Da die Gesetzgebung bereits ohnehin ausreichend Eingriffsmöglichkeiten für die
    Sicherheitsbehörden bereit hält, ist aus unserer Sicht auch die „Kategorie Risikospiel“ grundsätzlich zu hinterfragen. Zumal es hierfür keine gesetzliche Definition gibt, sondern die Einschätzung in der Regel durch die Sicherheitsbehörden erfolgt. Für andere Beteiligte wie Klubs und Fanprojekte ist es oft nicht nachvollziehbar auf welcher Grundlage die Einordnung zustande kommt.


    Vorbild Stadionallianzen in Baden-Württemberg

    Sinnvoller ist es, die Anzahl von an Spieltagen eingesetzten Beamt*innen so weit wie möglich zu senken. Wie das funktionieren kann, zeigen die so genannten Stadionallianzen in Baden-Württemberg. Dort werden vor, während und nach den Spielen Entscheidungen von Klubs, Fanprojekten und Polizei gemeinsam getroffen und mitgetragen. Alle Beteiligten dort ziehen ein positives Fazit aus den Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen und sehen die Stadionallianzen als Beispiel für andere Bundesländer. So können bei konstantem Sicherheitsniveau Einsatzstunden der Polizei massiv reduziert werden (vgl.: https://www.dfl.de/de/aktuelles/stadion … -bewaehrt/). Dies sollte auch im Interesse der bayerischen Exekutive liegen, die seit Jahren über Überstunden klagt. Der Verdacht, dass die Münchner Polizei durch das Befürworten der Einordnung von allen Spielen als Risikospiele ihre meist übertriebene Anwesenheit bei Fußballspielen rechtfertigen will, liegt nahe. Überstunden werden so nicht abgebaut.


    Polizei ist Sicherheitsrisiko für Fans

    Unabhängig davon stellen das größte Risiko für die Sicherheit von Fußballfans immer noch willkürliche Polizeieinsätze dar. Dies mussten wir im Grünwalder Stadion unter anderem beobachten, als gegen die Gästefans aus Kaiserslautern ohne erkennbare Gründe im vergangenen Herbst Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt wurden (vgl.: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mu … -1.4625846).


    Sinnvolle Änderungen der Stadionverordnung

    Eine Änderung der Stadionverordnung befürworten wir aber in anderen als den vom KVR vorgeschlagenen Punkten:

    In § 5 Abs. 1 Buchst. a und Abs. 2 Buchst. a ist die Rede von linksextremistischen Propagandamaterial und Parolen; außerdem findet sich der Begriff „fremdenfeindlich“.

    Die „Hufeisentheorie“, die Links- und Rechtsextremismus gleichsetzt, war schon immer – und ist es heute mehr denn je – unzeitgemäß. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist leider immer noch Thema im und um das Stadion – dagegen sollte konsequent vorgegangen werden. Mit Linksextremismus hat dies aber nichts zu tun.

    Der Begriff Fremdenfeindlichkeit suggeriert, dass Opfer von Rassismus fremd seien – also „nicht hierher gehören“. Meist sind jedoch keine (weißen) Tourist*innen oder kürzlich Zugezogene betroffen, sondern Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in München haben. Das Problem sollte daher beim Namen benannt werden: Rassismus und andere Arten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie z.B. Homophobie, Antisemitismus, Antiziganismus.

    Wir appellieren an die Münchner Stadtratsmitglieder, der Vorlage nicht zuzustimmen und sich mit den anderen Beteiligten an dem Baden-Württemberger Weg zu orientieren. Außerdem sollten die Begriffe linksextrem und fremdenfeindlich aus der Verordnung gestrichen werden.


    Löwenfans gegen Rechts im Juni 2020

  • Fans & Polizei- Vortrag&Diskussion mit Christoph Ruf am 15.1.2020 im RiffRaff

    Fans & Polizei- Vortrag&Diskussion mit Christoph Ruf am 15.1.2020 im RiffRaff

    „Wie Hund und Katz, das schwierige Verhältnis zwischen Fans und Polizei“ – Vortrag und Diskussion mit Christoph Ruf

    Am 15.1.2020 veranstalten wir einen Abend zum schwierigen Verhältnis von Fußballfans und Polizei. Der bekannte Autor und Journalist Christoph Ruf wird hierzu einen Vortrag halten.

    Unter vielen anderen Schwerpunkten wird es etwa um Fußball als Experimentierfeld für polizeiliche Großeinsätze, die Einschränkung von Bürger- und Menschenrechten sowie polizeiliche Willkür gehen.

    Am 15.1.2020 ab 18:60 Uhr im RiffRaff, der Eintritt ist frei!

    https://www.christoph-ruf.de/
  • LfgR Neujahrsempfang 2020 am 10.1.2020

    LfgR Neujahrsempfang 2020 am 10.1.2020

    Servus Löwenfans!

    Wir läuten unser Jubiläumsjahr ganz traditionell ein: Mit unserem alljährlichen Neujahrsempfang!

    Freut euch auf die großartigen Kein Signal und Smart Patrol auf der Bühne. Im Anschluss gibt’s dann noch Northern Soul, Reggae und Rocksteady vom Plattenteller.

    Im Keller gibt’s dazu wieder Hits und Schnaps!

    Zeit: 10.1.2020 ab 18:60 Uhr, Ort: Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64

    Auf die Löwen!

  • Stammtisch am 4.September

    Wir laden alle Löwenfans herzlich zu unserem nächsten Stammtisch ein:

    Wir treffen uns diesmal am Mittwoch ,dem 4. September 2019, um 18.60 Uhr im Fanheim am Louisoder-Spielplatz in Obergiesing (Eingang über Herzogstandstraße).

    Bis dahin: Auf die Löwen!

  • Stellungnahme der Löwenfans gegen Rechts zum Verbot der Zaunfahne von Red Kaos Zwickau

    Mit Verwunderung haben wir Löwenfans gegen Rechts die Nachricht gelesen, dass die Münchner Staatsanwaltschaft den TSV 1860 München aufgefordert hat, beim morgigen Spiel gegen den FSV Zwickau das Aufhängen der Zaunfahne vom Red Kaos zu verbieten.

    Diese erfülle den Tatbestand des § 86a StGB – das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Eine entfernte Ähnlichkeit zwischen dem „S“ auf der Zaunfahne und der Sigrune, deren Verwendung strafbar ist, lässt sich sicherlich nicht gänzlich verneinen. Bezüglich der Interpretation von Symbolen gibt es aber immer einen gewissen Spielraum. Sowohl der Kontext als auch die beteiligten Personen sollten immer genau betrachtet werden, insbesondere wenn die Darstellung eines verbotenen Symbols bei einem genauen Vergleich alles andere als eindeutig ist. Hier hätten wir uns seitens der Staatsanwaltschaft mehr Fingerspitzengefühl erhofft. (Oder warum dürfen dann noch so viele griechische Restaurants eine „Sigrune“ in ihrem Namen führen?)

    Bereits im Vorfeld haben wir unseren Fanbeauftragten auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Fahne aus unserer Sicht „unbedenklich“ ist, zumal Red Kaos nicht dem rechten Spektrum zugeordnet werden kann. Es ist bedauerlich, dass der Oberstaatsanwalt den Argumenten des TSV 1860 München, der Fanprojekte aus beiden Städten und des DFB nicht gefolgt ist.

    Wir haben absolutes Verständnis dafür, dass Red Kaos, die diese Fahne seit über 20 Jahren in ganz Deutschland zeigt, sich entschlossen hat, nicht nach München zu reisen und damit ein deutliches Zeichen gegen diese überzogene Maßnahme der Münchner Staatsanwaltschaft setzt. Wir wünschen uns aber, dass Red Kaos nächstes Jahr wieder kommt und wir zeigen können, dass „Münchner Willkommenskultur“ eigentlich etwas anderes bedeutet.

    https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Zaunfahne-verboten-Red-Kaos-reist-nicht-nach-Muenchen&folder=sites&site=news_detail&news_id=20582&fbclid=IwAR1hrWyaP0keoj-hwwQuG_Cr2icbI7TqGbj6steBcXGfqeW1B52YYu_Gi8E

  • Für eine lebendige Erinnerungskultur in Sportvereinen! Vortrag und Diskussion am 16. Juli 2019

    Im Juni 2009 erschien Anton Löffelmeiers Buch „Die Löwen unterm Hakenkreuz“ – und beleuchtete erstmals die Geschichte des TSV München von 1860 e.V. während des Nationalsozialismus. Zehn Jahre später möchten wir, die Löwenfans gegen Rechts, gemeinsam mit Anton Löffelmeier das Thema Erinnerungskultur bei unseren Löwen wieder aufleben lassen. Dazu laden wir am 16. Juli zu einem Vortrags- und Diskussionsabend im Riffraff ein.

    Bis heute fällt es vielen Sportvereinen schwer, sich mit ihrer Rolle während des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Insbesondere die Geschäftsführungen und Marketingabteilungen bekannter Fußballvereine wollen ihre „Marke“ nur ungern in Verbindung mit den grausamen Verbrechen der Nationalsozialisten sehen.
    Dabei haben gerade große Sportvereine die einmalige Chance, ihre Mitglieder, Fans und die Öffentlichkeit mit kreativen Aktionen an ihre Vielseitigkeit und Geschichte zu erinnern. Und können so im besten Fall verhindern, dass sich Rassismus und jede andere Form von Menschenfeindlichkeit in den Sportvereinen und der Gesellschaft weiter ausbreiten.

    Stadion-Choreografien, Erinnerungstafeln, Ausstellungen, Social Media-Kampagnen, Zeitzeugengespräche oder Gedenkstättenbesuche – Erinnerungskultur kann so vielfältig sein wie die Vereine und ihre Mitglieder selbst. Am 16. Juli wollen wir an verschiedene jüdische Mitglieder des TSV München von 1860 e.V. erinnern und anschließend im Hier und Jetzt diskutieren, wie eine lebendige Erinnerungskultur in einem Sportverein aussehen und was sie bewirken kann.

    Ablauf
    1. Vortrag und Bilderpräsentation von Anton Löffelmeier zu jüdischen Mitgliedern des TSV München von 1860 e.V.
    2. Podiumsdiskussion „Erinnerungskultur in Sportvereinen – Wie und wozu?“
      mit
    • Robert von Bennigsen, Beirat der Geschäftsführungs-GmbH der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA 
    • Christian Exner, Mitarbeiter beim Fanprojekt München 
    • Löwenfans gegen Rechts
    • Anton Löffelmeier, Archivar im Stadtarchiv München und Autor des Buches „Die Löwen unterm Hakenkreuz“ 
    • Beatrix Zurek, Leiterin des Referats für Bildung und Sport der Stadt München 

    Moderation: Achim Sechzig Bogdahn

    3. Fragen und Diskussion mit dem Publikum

    Wann? Dienstag, 16. Juli 2019, 18.60 Uhr
    Wo?     Riffraff, Tegernseer Landstraße 96

    Wir sehen uns!

  • Löwenfans gegen Rechts gewinnen den Fair Play Cup in Wien

    Bei unserer fünften Teilnahme am Ute Bock Cup in Wien hat es endlich mal mit einem Titelgewinn geklappt: Dank einer überragenden Mannschaftsleistung konnten wir den Fair Play Cup 2019 mit nach Hause nehmen!
    Dabei war die Ausgangsposition nicht ganz leicht, denn wir mussten gleich auf drei Stammspieler*innen verzichten, die aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht mitfahren konnten. Dafür wurde unser Team mit einigen Neuzugängen gezielt verstärkt.
    Im ersten Spiel der Gruppenphase kam es gleich zu einem Zusammentreffen mit dem Finalgegner des letzten Jahres, dem Team von Flucht nach vorne. Dabei stellte Neuzugang Valli, der erst zwei Tage zuvor als Exillöwe aus Würzburg verpflichtet werden konnte, gleich seine herausragenden Qualitäten im Tor der Löwenfans gegen Rechts unter Beweis. Das Zusammenspiel der jungen Truppe klappte noch nicht auf allen Positionen zu 100%, mit dem 0:0 konnten wir zufrieden vom Platz gehen. Es folgten zwei unglückliche Niederlagen gegen den Verein Gin und die Kickaz, wobei die mangelnde Chancenverwertung das größte Problem darstellte. Duch das Zusammenspiel lief immer besser, so dass wir nach einer verdienten Mittagspause hochmotiviert in den Fair Play Cup starteten.
    Endlich platzte auch vorne der Knoten, und mit einem verdienten 1:0 durch den Schalker Philipp gewannen wir das Achtelfinale gegen Natuleya. Weiter ging’s gegen das Team Arena. Beflügelt von der ausgelobten Prämie – für jede Runde, die das Team weiterkommen sollte, würde es Spritzer für alle geben – gelang gegen Arena ein 2:1. Jetzt lief es im Team Weiß-blau!
    In einem taktisch wie technisch hochwertigen Spiel gegen das Team Ballesterer (immerhin ehemaliger Ute Bock Cup-Sieger!) erzielte Lokalmatador Jürgen nach einer Traumvorlage von Nadine das einzige Tor des Spiels – und so standen wir im Finale gegen Queer Base. Obwohl gezeichnet vom langen Tag, gaben die Spieler*innen noch einmal alles und konnten dieses verdient mit 2:0 für sich entscheiden. Der Titelgewinn wurde anschließend noch gebührend im legendären Flag gefeiert…
    Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die diesen Titelgewinn möglich gemacht haben, allen voran den Spieler*innen Andi, Andrusch, Christian, Jürgen, Martin, Moritzi, Nadine, Paul, Philippinho, Sylvie und Valli sowie den Freund_innen der Friedhofstribüne, die wieder einmal eine wunderschöne Veranstaltung auf die Beine gestellt haben!
    Nächstes Jahr greifen wir nach dem Pokal mit der Fledermaus!